Zusammenfassung

  Eingangsweg in den westlichen teil des Kreises Cluj, beeindruckt die Gemeinde Negre­ni angenehm den Reisende, der auf der europäischen Landstraße E60 fährt.

Seine Aufmerksamkeit wird schon auf das erste Dorf der Gemeinde, Bucea, gelenkt, als beim Eingang die nationale Fahne und ein „Willkommen” in der rumänischen, deutschen und englischen Sprachc ihn empfangt, ein Beweis der Gastfreundschaft und Toleranz der Menschen, die hier wohnen. Die Häuser und die eingerichteten Höfe, die imposante Kirchen, die hölzerne aus Bucea gut bewahrt, zigen die Tüchtigkeit der Bauern, die hier wohnen und gut von ihren Behörden geleitet sind.

Die Dörfer der Gemeinde bemühen sich die Bräuche und ihre Charakteristik aufzube­wahren durch die Besorgnis der Pfarrer, die sie beschützen und der Lehrer, die ihre Kinder erziehen, trotz der Erneuerung die manchmal notwendig und inhärent ist.

Ich habe dieses monographisches Studium angefangen und hatte sehr wenige daten mit geschichtlichen Charakter über die Dörfer der Gemeinde Negreni zur Verfügung. Dieses Werk möchte die Geschichte dieser Menschen, die vom Gott mit einem wunderschömen Ort gesegnet waren, zur Licht bringen.

Den Fluss Crișul Repede entlang situiert, ist die Gemeinde Negreni die „neueste” Ge­meinde des Kreises Cluj, von Gemeinde Ciucea nach einen Referendum, der im Jahr 2002 or­ganisiert wurde, losgelöst. Aus administrativen Standpunkt, besteht sie aus drei Dörfer: Negreni, Bucea und Prelucele, aber interessant ist die Tatsache, dass die ganze Gemeinde aus ungefähr 30 Weiler gebildet ist, die meisten von ihnen auf Hügel, in der Höhe situiert. Mittelpunkt der Gemeinde, liegt die Ortschaft Negreni an der Landstraße, die Oradea (Grosswardcin) von Cluj- Napoca (Klausenburg) bindet und die Distanz von den beiden Städte ist gleich (75 Kilometer). Aus geschichtlichem Standpunkt wurde das Territorium der Gemeinde mehr als 3.000 Jahre, seit der Bronzezeit, bewohnt. Seit her entstammt ein Lager mit Bronzegegenstände (Dinge aus Bronze), das auch Werkzeuge und über 400 Zierstücke in einem Gefass verstekt, enthielt.

In der Zeitspanne, während Dazien dem Römischen Imperium integriert wurde, be­fanden sich die Grenze entlang und vor ihr eine Serie Festungswerke. Negreni befand sich ausser der Grenze des Römischen Imperiums, aber in dem nord-westlichen Teil des Dorfes Negreni auf dem Platz „Die Burg von Cimpuca” genannt, existierte eine römische Festung

(burgus genannt), die beweist, dass die Römer das heutige Territorium der Gemeinde kont­rollierten. Nördlich von burgus wurde ein Teil des römischen Wegs entdeckt, und im Westen des Dorfes Negreni, ein römischer Beobachtungsturm.

Zwischen den 9. und 10. Jahrhunderten, befand sich Negreni in der von Menumorut geleitete Wojewodschaft. Nach jener Eroberung, ist Menumorut gewesenes Herzogtum ein Gut des madjarischen königlichen Hauses geworden. Nach der Organisierung der Wojewod- chaft von Transsilvanien, werden die Dörfer der Gemeinde Negreni fast die ganze Zeit dem Komitat Bihor einbezogen.

Die Ortschaft Negreni (geschrieben Feketetö, und zwar der Scwarze Teich) wird zum ersten Mal in den Zeitdokumenten in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts erwähnt, als der madjarische König Stefan der 111-te (1162-1172) einige Schenkungen machte.

Nach der tatarichen Invasion von 1241-1242 wurden mehrere Festungen errichtet, im nord-westlichen Teil der Gemeinde Negreni wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die Burg „Piatra Șoimului” (im Ungarischen Sölyomkö) hei Peștiș (Kreis Bihor) errichtet. Diesem Gebiet gehörten auch die Dörfer der Gemeinde Negreni moch mehrere Jahrhunderte von nun an.

Im 14. Jahrhundert gehörte Negreni der Wojewodschaft Borod, und am Anfang des 15. Jahrhunderts wurden das Gebiet Șinteu und die Gemeinde Negreni von Sigismund von Luxemburg dem König von Ungarn, der familie Lack von Santäu gespendet.

Nach Ștefan cel Mare (Ștefan der Große) Niederlage bei Baia im dezember 1467, ist Ungarns König Matias Corvin in diese Ortegekommen, gemäss der volkstümlichen Traditi­on, um Ordnung zu machen. Sicher ist es, dass im Januar 1468, Matias Corvin im Oradea (Grosswardein) rastete, und nach der Legende bekamm damals der Pass zwichen Negreni und Borod der Name Piatra Craiului (Königsstein), weil hier, die Spuren von den Hufe seines Pferdes auf einem Stein geblieben wären.

Das Dorf Negreni, lenkte durch seine Schönheit und durch den hier organisierten be­rühmten Markt, die Aufmerksamkeit der fremden Reisenden auf sich und wurde in ihren Schriften als ein rumänisches Dorf erwähnt. So dass in den ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erwähnte der Humanist Nicolaus Olahus das Dorf Negreni in seinem Werkt „Hungaria”.

Ein anderer Reisende, der Sachse Georg Reichersdorffer erwähnte 1550 das Dorf Negreni als ein Ort wo Rumänen wohnen und der von Berge und Hügel umgegeben ist. Der päpstliche Delegierte Antonio Possevino sprach 1584 über die Rolle der Rumänen von Fechetäu (Negreni) in dem Schutz des Passes.

Im Jahr 1598, installierten sich die Österreicher im Oradea (Grosswardein), und der Komitat Bihor (wo auch Negreni einbezogen war) kam für eine kurze Zeit unter der Autorität der Habsbuger. Unter diesen Umständen wurde wieder das Dorf Negreni erwähnt.

Unter den Besitzer des Gebietes der Burg Șinteu (und implizit auch die von Negreni) zählten sich später Familie Bäthory und die gewesenen rumänischen Fürste Gavrilaș Movilä, Constantin Șerban Basarab und Gheorghe Ștefan.

Während dem „Pașalâc” von Oradea (1660-1692), war die Burg Șinteu Rezidenz der türkischen „sandgeac”, dem allmählich die Dörfer aus Bihor, einschliesslich die aus dem tal des Flusses Crișul Repede und Negreni untergeordnet waren. Nachdem kam eine andere neue Herrschaft, die Habsburgische die vervollkommener und systematischer war.

In einem Bericht aus dem Jahr 1777, wurde wieder das Dorf Negreni erwähnt und zum ersten Mal in den Dokumenten das Dorf Bucea (Bucsa).

Während dem Aufstand von 1784, wurde der Name Horea, der Leiter der Bauerbewe­gung aus Apuseni, asoziert. Daten über Horeas Aufenthalt an der Grenze der Gemeinde Ne­greni unter dem Hügel Mägura, ein Platz der „Puturoanca” genannt ist, existieren schon vor dem Ausbruch des Aufstandes. Bis heutzutage sind die Toponyme „Valea lui Horea” (Horeas Tal) und „Fäntana Horii” (Horeas Brunnen) erhalten geblieben. Die Alten erzählten, dass Horea sehr oft dort zu seinen Haus von Vänätori vorbeiging. Der Leiter des Komitates Cluj schrieb am 28. November 1784, dass er Massmahmen genommen hatte und eine Schutzkette errichtete, die von der Gemeinde Negreni anfing, um „den Durst um adeliger Blut und die Plünderung des Reichtums der Adelleute” zu stoppen.

Der adeliger Vizetührer von Aleșd berichtete am 9. Dezember 1784, das keine Gefahr für einen Wiederaufbruch des Baueraufstandes aus dem Crișului Repede tal gibt und schlug den Rückzug der Armee von Negreni vor.

Die älteren Leute errinernsich an die Erzählungen ihrer Vorfahrer, dass nach der Nie­derdrückung des von Horea geleitetes Aufstandes, sind im Bucea die Gebirgsbewohner aus Horeas Armee gesiedelt, die sich von den österreichischen Behörden versteckten.

Die Jahre vergingen und Negreni wird wieder während der Revolution von 1848-1849 erwähnt, als die madjarischen truppen in Transsilvanien eintraten, mit dem Zweck diese Un­garn anzuschließen. Ende November fanden Kämpfe auf dem Territorium der Dörfer Ne­greni und Ciucea statt, die geschichtlichen Quellen beweisen den erbitterten Widerstand der österreichischen Truppen und deren von Avram lancus Anhänger, den madjarischen Trup­pen aber, zahlreicher, geland es in Negreni durchzudringen. Erbitterte Kämpfe fanden auch mächsten Monat statt, erwähnt werden die Kämpfe zwischen 6. und 8. Dezember 1848 bei Negreni und Ciucea.

Schon in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts, wurden die Baueraufstände immer häufiger in Transsilvanien, in fast allen Gemeinden in denen Gutsherren, kirchlichen Do­mänen und fiskalische Wälder gaben. Im Komitat Bihor waren diese Aufstände im Tal des Flusses Crișul Repede viel intensiver, auch in der Gemeinde Negreni und die prinzipielle Ursache war die Bodenentbehrung. Gheorghe Gabrian aus Negreni hatte, unter anderen, die Menschen zur Ungehorsam aufgehetzt.

Der erste Weltkrieg brachte ärgerauch den Dorfen der Gemeinde Negreni, die größten wären die Rekrutierung der Männer in der Armee und der Lebensmittelmangel. Es bildet sich ein Chaoszustand, im Herbst des Jahres 1918 bei Negreni, auf Valea Negrii, fand eine Auflehnung der Bauern gegen den madjarische Adlige Kobos statt. Dieser hatte die madjari­sche Armee gerufen, die momentan die Situation wiedergestellt hatte aber mit dem Opfer des Lebens von vier Männer und eine Frau.

Eine große Zahl von Rumänen aus Gemeinde Negreni hat auf den Ruf des Rumäni­schen Nationalen Rates von Oradea und Bihor (zu dem auch Nicolae Poenar, Rechtzanwalt in Negreni, gehörte), um am 1. Dezember 1918 am der Nationalen Sammlung von Alba Iulia, die Vereinigung Transsilvanien mit Rumänien abzustimmen. Unter ihnen befanden sich auch Ioan Cohut von Negreni und Mihai Säräcut a Burzucului von Bucea.

Im Januar 1919, beschäftigte sich der Leitrat mit der administrativen Organisierung der Gebiete die mit Rumänien vereint waren, aber die madjarische Regierung verweigert ihre Armee in der Richtung Bräi?oru-Poieni-Ciucea-Crasna zurückzuziehen. Von Ende No­vember 1918, hat die madjarische Armee mehrere Verbrechen getan, die ganze Bevölkerung der Zone befand sich unter der Terror bis gegen Ende April 1919, als die rumänische Armee, diese zwang, sich vom Engpaß zurückzuziehen.

In der Zwischenkriegsperiode, hat sich das Leben des rumänische Bauers der Gemein­de Negreni, sowohl wirtschaftlich als auch spirtuell verbessert. So daß im Januar 1924 wurde in Fechetäu (Negreni) eine erste ländliche Bibliothek unter ASTRAS Ägide gegründet. Eine andere wurde in Bucea, im Raum des „Nationalhaus” gegründet, im Jahr 1936 eröffnet und hier wurde auch 1939 das Kulturhaus „Sf. Gheorghe” gegründet.

Die Abtretung der nord-westlichen Teil von Transsilvanien am 30. August 1940 an Un­garn, hat auch die Gemeinde Negreni bestimmt, weil diese sich im abgetretenen Teil befand . Als Folge, wurde der Priester Vasile Romitan, aus Negreni von den horthysten Behörden nach Rumänien ausgewiesen und der neue Pfarrer Augustin Dejeu, der hier im 1942 gekom­men ist, wurde zum ständigen Wohnsitz gezwungen und eingesperrt.

Nach mehr als vier Jahre der madjarischen Besetzung, ist die Befreiung der Gemeinde Negreni am 13. Oktober des Jahres 1944 gekommen. Das Ende des Krieges brachte aber nicht den Bewohnern der Gemeinde die viel gehoffte Ruhe, nach derer sie schmachten. Die Hoff­nung an eine Wiederkehr zu einem normalen Leben dauerte nur kurze Zeit. Gleich nach dem Krieg kam eine schwere Periode mit Hungersnot und große Entbehrungen. Die Menschen gaben sich nach und nach Rechenschaft, dass sich ein kommunistisches Regime einsetzt, das nicht günstig für sie war. Es wurden die so genannten „chiaburi” entdeckt, eigentlich die Bewohner mit einer besseren matariellen Lage. Diese wurden gezwungen auf Boden, Vieh, landwirtschaftliche Ausrüstungen, oder in den Dörfer der Gemeinde Negreni, überhaupt auf die „Ausbeutungsmittel” wie Mühlen und Dreschmaschinen, zu verzichten.

Die „chiaburi” (reiche Bauer), die andere Berufe als die agrare hatten, wurden von ihren Funktionen beseitigt und auch ihre Kinder mußten die Verfolgung des Regimes aushal­ten. Der beste Beispiel ist jener des Lehrers Teodor Codoban, der in den kommunistischen Gefangnisse starb und seine Familie wurde aus dem Haus geworfen.

Die Entfesselung kam erst nach der Revolution vom Dezember 1989 und die Bewoh­ner der Gemeinde Negreni konnten mit lauter Stimme äußern alles was sie denken und sich wirklich wünschen. Die Wiederkehr zu einem demokratischen Regime, ermöglichte auch die Errichtung eines Monuments in der Mitte der Ortschaft, für die im Kampf gestorbenen Helden in den beiden Weltkriegen und für die politische Häftlingen. Dieses Ereignis fand im 2000 statt und dieser Moment ermöglichte auch ein Treffen der Dorfsöhne. Im Jahr 2003, bei einer Distanz von fast sieben Jahrzehnte am der Errichtung des „Nationalhauses”, wurde in Bucea ein modernes Kulturhaus eröfnet, das mit Hilfe der Freunde von Lorsch- Hessen/ Deutschland gebaut wurde.

Ein eingangstor in dem Kreis Cluj, beweist die Gemeinde Negreni ein außerordentliches touristisches Potential durch seine natürlichen Schönheiten und repräsentiert eine echte fol­klorische und ethnographische Quelle durch die seit Jahrhunderten bewahrten Sitten und Traditionen. Außer dem überall berühmten Markt, besitzt Negreni auch zahlreiche materielle und spirituelle Werte, deswegen sind wir überzeugt über die Nützlichkeit dieses Werkes.

– preluat din monografia comunei Negreni –